Digital

Sven Becker

Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH

Für die digitale Zukunft Deutschlands wünsche ich mir eine Kultur, die die Digitalisierung als Chance begreift. Und eine flächendeckende Infrastruktur für schnelles Internet, als Teil der Daseinsvorsorge und Basis einer digitalen Wirtschaft.

Achim Thiel

Geschäftsführer der KOS Energie GmbH

Die Digitalisierung kann gerade für kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit bieten, komplexe Vorgänge auch im regionalen Kontext optimal abzuwickeln.

Henning R. Deters

Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG

Digitalisierung muss immer dem Menschen das Leben und Arbeiten konkret erleichtern. Für uns bedeutet das, dass wir uns nicht von der Digitalisierung treiben lassen sondern umgekehrt: wir treiben Digitalisierung dort, wo sie uns hilft, ein bisschen besser zu werden bei dem, was wir tun.

O-Ton

Prof. Dr. Christoph Meinel

Wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI)

Die Digitaltechnik führt zu immer schnelleren Veränderungen im gesellschaftlichen und beruflichen Leben. Hier muss zum Beispiel bei der Infrastruktur von Schulen viel getan werden, damit Deutschland international Schritt hält.

Anja Georgi

Geschäftsführerin der Mobilitätsunternehmen der Stadtwerke-Gruppe Offenbach

Digitalisierung bedeutet für mich die vollständige Vernetzung aller öffentlichen Nahverkehrsmittel. Schlüssel für eine einfache und flexible Mobilität ist das elektronische Ticket.

Bild: Copyright Frank van Groen

Timo Poppe

Vorstand Infrastruktur und Finanzen der swb AG

Für die digitale Zukunft Deutschlands wünsche ich mir, dass wir uns endlich klar zur Gigabit-Gesellschaft und zum Glasfaserausbau bekennen und darauf alle Kräfte bündeln.

Martin Urban

BSR - Vorstand für Personal, Soziales und technische Dienstleistungen

Digitalisierung bedeutet für unser Unternehmen überall dort intelligente IT-Systeme und - Prozesse einzusetzen, wo es zu effizienteren Arbeitsprozessen und zur Ressourcenschonung beiträgt.

O-Ton

Gesine Strohmeyer

Verbandsvorsteherin vom Zweckverband Ostholstein

Eine zuverlässige Breitbandversorgung ist Teil der kommunalen Daseinsvorsorge.

Dr. Norbert Menke

Sprecher der Geschäftsführung der LVV

Für unsere Unternehmen ist Digitalisierung eine wichtige Grundlage, um die Energiewende in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität in der dynamisch wachsenden Stadt Leipzig zu gestalten. Meine Verantwortung liegt darin auf Rahmenbedingungen für hinzuwirken, damit die digitale Transformation unserer kommunale Unternehmensgruppe gelingen kann.

Matthias Trunk

Mitglied des Vorstandes GASAG AG

Die Digitalisierung bedeutet für uns nicht nur eine Effizienzsteigerung in unserem bestehenden Geschäft, sondern eröffnet uns eine neue und innovative Art der Kundeninteraktion.

Bild: GASAG

Helmut Dedy

Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages

Digitalisierung verändert unseren Alltag, intelligente Vernetzung ist nicht nur eine technische Frage. Sie muss im Interesse der Menschen gestaltet werden. Die Städte stellen sich dieser Herausforderung.

Peter Nützel

Mitglied der Geschäftsführung, STEAG Technischer Service GmbH

Digitalisierung bedeutet für unser Unternehmen die konsequente Optimierung energiewirtschaftlicher Prozesse im Hinblick auf Schnelligkeit, Flexibilität und Qualität
verbunden mit der technologischen Weiterentwicklung durch eine tiefere Kenntnis von Prozessinterna.

Karsten Specht

Kaufmännischer Geschäftsführer der OOWV

Digitalisierung bedeutet für mich einen technischen Wandel, der in Zeiten von zuehmendem Fachkräftemangel eine zukunftssichere Wasserver- und entsorgung ermöglicht.

Dipl.-Inform. (FH) Alfred Rauscher

Geschäftsführer R-KOM GmbH & Co. KG, Regensburg

Die Digitalisierung birgt die Kraft zur Neuordnung unseres Staats- und Wirtschaftssystems. Diese gilt es zum Wohl unserer Gesellschaft zu gestalten.

Marcus Wittig

Vorsitzender der Geschäftsführung der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV)

Digitalisierung bedeutet für unser Unternehmen die Chance, unseren Kunden mit digitalen Lösungen und innovativen Produkten den Alltag zu erleichtern.

O-Ton

Dr. Constantin H. Alsheimer

Vorstandsvorsitzender der Mainova AG, Frankfurt

Die Digitalisierung bringt große Chancen. Sie wird die Energiebranche aber auch grundlegend verändern: Kraftwerke werden flexibler, Netze intelligenter und Verbraucher werden zu Prosumern.

Pascal Schlagermann

Vertriebslösungen Stadtwerke, Trianel GmbH

Digitalisierung bedeutet für mich ganz selbstverständlich mit komplexen Prozessen umzugehen, weil sie einfach werden.

Karl-Peter Hoffmann

Geschäftsführer der Stadtwerke Sindelfingen GmbH

Die Digitalisierung ist wie jede industrielle Revolution unaufhaltsam und es wird viele Gewinner, aber leider auch Verlierer dieser Entwicklung geben.

Bild: Stadtwerke Sindelfingen GmbH

Stadtwerke - Wegbereiter der Smart City

Darmstadt hat in Deutschland die Nase vorn: In der Digitalstadt vernetzen sich mehr als 20 Akteure aus dem Verkehrssektor, der Energieversorgung, Schulen und Gesundheitswesen mit neuesten digitalen Technologien - unterstützt vom kommunalen Versorger Entega AG. So wie Darmstadt gehen auch andere Städte und Regionen den Weg in eine smarte Zukunft. Fest steht: Es gibt nicht den einen, sondern viele Wege – so individuell wie die Städte und Gemeinden selbst. Das Ziel ist aber dasselbe: lebenswerte Kommunen. Die zentralen Akteure stehen ebenfalls fest: Stadtwerke tragen bereits heute durch konkrete Projekte wie E-Mobilität, öffentliches WLAN oder Smart Services dazu bei, Städte und Gemeinden intelligent zu vernetzen.

Stadtwerke bauen die Lebensadern der Gigabit-Gesellschaft. Deutschland braucht smarte Infrastrukturen für Energie und Wasser, eine funktionierende Abfallentsorgung und saubere Straßen. Vor allem aber braucht Deutschland schnelles Internet, für alle. Das geht nur mit einem flächendeckenden Glasfasernetz. Wir dürfen uns nicht mit zaghaften Etappenzielen oder veralteter Technologie zufrieden geben. Mit einem „Infrastrukturziel Glasfaser“ kann Deutschland in punkto Bandbreiten endlich zu anderen Industrieländern aufschließen.

Stadtwerke besitzen den richtigen Kompass für die Digitalisierung vor Ort. Sie vernetzen Dienstleistungen, Menschen, Unternehmen und Verwaltung in der Stadt der Zukunft. Beispielsweise im brandenburgischen Schwedt, wo Kunden als Teil der Community rund um die Uhr kostenlos im Fest- und Mobilfunknetz telefonieren oder mit Highspeed surfen. Handwerk und Einzelhandel profitieren. Ein entscheidender Standortfaktor in einer strukturschwachen Region.

In der vernetzten Stadt oder Gemeinde arbeiten die Stadtwerke an intelligenten Verkehrskonzepten. Sie machen die Parkraumbewirtschaftung mithilfe digitaler Techniken schlauer. Zum Beispiel in Trier, wo sich über die Stadtwerke-App die Zahl der freien Parkhausplätze in Sekundenschnelle abrufen lässt. Sie statten die Städte mit Parksensoren aus oder helfen dabei, die Luftqualität zu messen. Damit schaffen sie eine Grundlage für saubere Luft und weniger Stau, kurzum: für mehr Lebensqualität.

Mehr und mehr Stadtwerke bieten zudem IT-Dienstleistungen und kommunale Rechenzentren an. Kunden sind vor allem der örtliche Mittelstand. Warum? Die Unternehmen wollen ihre sensiblen Daten vor Ort und nicht fernab in Übersee gesichert sehen. Kommunale Unternehmen gehen verantwortungsvoll mit Kunden- und Unternehmensdaten um.

Wir müssen weiter denken: Stadtwerke müssen zukünftig noch schneller und flexibler auf die sich wandelnden Erwartungen der Bürger und Wirtschaft vor Ort reagieren können. Dabei steht ihnen jedoch häufig das Gemeindewirtschaftsrecht im Wege wenn sie Produkte, Dienstleistungen oder Kooperationen mit Start-ups entwickeln wollen. Der politische Rahmen ist noch nicht fit für die digitale Welt, eine Anpassung längst überfällig.

Katherina Reiche, VKU-Hauptgeschäfsführerin (Beitrag vom 27. Juli 2017, erschienen im Handelslblatt)

Positionen

Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert

5,7 Millionen

Die kommunalen Unternehmen versorgen derzeit 5,7 Millionen Kunden mit Breitbandinfrastrukturen. Bis zum Jahr 2018 sind Investitionen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro geplant

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Breitband macht wettbewerbsfähig

Zahlen, Daten, Fakten

Kommunale Unternehmen liefern jeden Tag 121 Liter Trinkwasser pro Bürger, entsorgen täglich 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 65 Prozent die höchste Recyclingquote unter den Mitgliedstaaten der Europäischen Union erreicht.  Aktuell engagieren sich rund 140 kommunale Unternehmen im Breitbandausbau. Bis 2018 planen sie Investitionen von rund 1,7 Milliarden Euro - damit können dann rund 6,3 Mio. Kunden die Breitbandinfrastruktur kommunaler Unternehmen nutzen. 

Weitere Zahlen, Daten und Fakten zur Kommunalwirtschaft entnehmen Sie den Infografiken in der Bildergalerie.

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